Fernstudium und Kindererziehung: Tipps

Die Gründung einer Familie ist für viele Mütter das berufliche Aus, denn nur selten vertragen sich Vollzeitjob und Kindererziehung.
Vor allem während der ersten drei Jahren der Kindererziehung bleiben die meisten Frauen zu Hause, und das ist für die Mutter-Kind-Beziehung auch gar nicht schlecht. Der Wiedereinstieg in den Beruf fällt oft schwer nach der Babypause, und in vielen Fällen bleibt nur die Arbeit als Aushilfe oder auf 400-Euro-Basis. Das muss nicht sein, denn ein Fernstudium lässt sich mit der Erziehungszeit durchaus vereinbaren und bringt viele Vorteile für den Beruf: Engagement ist immer gern gesehen, und neue berufliche Möglichkeiten tun sich auf. Allerdings ist es nicht einfach, Studium und Kindererziehung zu meistern … Selbstverständlich können die folgenden Tipps auch von Vätern umgesetzt werden, die während der Erziehungszeit ein Fernstudium bewältigen! Der Einfachheit halber (und um der Tradition Genüge zu tragen) geht dieser Artikel jedoch von einer weiblichen Bezugsperson aus.

Klare Strukturen im Alltag

Ein Fernstudium verlangt ein erhebliches Maß an Selbstdisziplin. Es bringt nicht viel, wenn man sich hauptberuflich um die Kinder kümmert und das Studium “so nebenher” organisieren will – es wird grundsätzlich zu wenig Zeit zum Lernen sein. Klare Ziele und feste Studienzeiten sind wichtig, wenn zeitliche Vorgaben und Prüfungstermine eingehalten werden sollen. Ein Stundenplan wie in der Schule oder bei einem Präsenzstudium hilft, die nötigen Lernzeiten auch tatsächlich einzuhalten. Und Kinder akzeptieren es in der Regel, wenn Mama vormittags, nachmittags oder abends für zwei Stunden am Schreibtisch sitzt und sie sich allein beschäftigen oder schlafen müssen. Mama muss nur akzeptieren, dass während dieser Zeit die Küche schmutzig bleibt, die Wäsche nicht aufgehängt wird und auch ganz sicher die Blumen kein Wasser brauchen. Im Zweifelsfall können Türklingel und Handy abgeschaltet werden, so dass auch wirklich niemand stört.

Hilfe annehmen

Elternzeit ist dazu da, um sich um die Kinder zu kümmern. Das ist ganz klar, und daran wird auch niemand rütteln. Aber es schadet keinem Kind, wenn sich eine liebevolle Oma, Nachbarin oder Freundin an zwei Vormittagen jede Woche für jeweils ein bis zwei Stunden um die Betreuung kümmert. Das gibt der Mutter die Zeit zum Studieren, wenn es anders nicht geht. Oder Zeit für sich selbst. Denn bei allem Verständnis für die Bedürfnisse des Kindes/der Kinder sollten sich Eltern niemals selbst vernachlässigen: Stress schlägt sich nicht nur auf die Lernleistung nieder, sondern stört auch das Verhältnis zum Nachwuchs, der normalerweise sehr sensibel auf elterliche Stimmungsschwankungen reagiert. Klare Absprachen mit dem Partner beziehungsweise der Partnerin sowie anderen betreuenden Personen machen das Fernstudium einfacher.

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